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Foto: Tobias Koch

 

Die Sitzungswochen in Berlin sind sehr vielfältig und folgen doch einem festen Zeitplan. Alle weiteren Verpflichtungen der Bundestagsabgeordneten werden um diese „gesetzten“ Termine herum geplant.

Die Woche beginnt montags morgens mit der Anreise aus Ibbenbüren, der ersten Besprechung mit den Mitarbeiterinnen und Durchsicht der eingegangenen Post und abends mit der Sitzung der CDU Landesgruppe NRW.

Am Dienstagvormittag tagen die Arbeitsgruppen, d.h. die Abgeordneten der Ausschüsse beraten getrennt nach Fraktionen. Hier werden aktuelle fachpolitische Themen besprochen, die Ausschusssitzungen vorbereitet, Positionen der Fraktion erarbeitet und die Plenardebatten abgestimmt.

Um 15.00 Uhr am Dienstag trifft sich die Gesamtfraktion von CDU und CSU. Die Abgeordneten tauschen sich über das aktuelle politische Geschehen aus. Die jeweils zuständigen Fachpolitiker informieren darüber hinaus über politische Initiativen oder Sachstände.

Mittwoch ist Ausschusstag. Bis zum Mittag und am Nachmittag tagen die Fachausschüsse des Bundestages. Hier findet der größte Teil der parlamentarischen Arbeit statt. Die Abgeordneten beraten Gesetze für die Beschlussvorlage im Plenum des Bundestages und versuchen fraktionsübergreifend mehrheitsfähige Kompromisse zu finden.

Die Höhepunkte der Sitzungswochen sind die Plenardebatten am Donnerstag und Freitag. Die Abgeordneten stellen ihre politischen Standpunkte und die ihrer Fraktionen der Öffentlichkeit vor und stimmen über Gesetze ab.

Nicht immer sind alle Mitglieder des Bundestages im Plenum anwesend. Der Grund ist, dass der Bundestag arbeitsteilig funktioniert. Jeder Abgeordnete ist als Berichterstatter seiner Fraktion für ein oder mehrere Themen als Experte zuständig. Hier eignen sich die Parlamentarier Fachwissen an. Sie beraten im Auftrag ihrer jeweiligen Fraktion mit den Berichterstattern anderer Fraktionen und informieren die Fraktionskollegen über den aktuellen Sachstand der einzelnen Dossiers.

Während der Plenardebatten sind dementsprechend die Parlamentarier im Plenum anwesend, deren Fachgebiet auf der Tagesordnung steht. Sie vertreten ihre Fraktion vor dem „hohen Haus“. Dies ermöglicht es den Kollegen, Fachgespräche zu führen und anderweitige politische Termine wahrzunehmen, Besuchergruppen zu empfangen und Anliegen aus dem Wahlkreis bei den zuständigen Stellen in der Fraktion, bei Behörden oder in den Ministerien Gehör zu verschaffen.